Das Wort Vertrauen kommt aus dem althochdeutschen „fertruen“ und bedeutet, dass man sich auf sich selbst verlassen kann – Selbstvertrauen aber auch vertrauen in andere Menschen und Situationen hat. – sich auf etwas einlassen können.

Vertrauen gilt als hoffnungsvoller Vorschuss hinsichtlich bestimmter Erwartungen. Dieser Vertrauensvorschuss, wird in seiner Dimension und Form von gemachten Erfahrungen beeinflusst. Erfahrungen sind im negativen Fall z. B. Vertrauensmissbrauch oder Enttäuschungen und im positiven Fall z. B. zuverlässige TreueLoyalität oder auf Vertrauen basierte Erfolge (Ergebnisse, Erlebnisse) zurückzuführen. 

 

Vertrauen in Sich – Selbstvertrauen 

Das Selbstvertrauen setz sich zusammen aus Erfahrungen die wir im Mutterleib machen, in unserer Kindheit und auf unseren Lebensweg, bewusste Entscheidungen die wir Treffen und einer ganzheitlichen Verbindung mit sich selbst. 

 

Selbstwert – Selbstbewusstsein

Selbstwert ist oft das Resultat von Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens gemacht haben. Positive Rückmeldungen aus unserem Umfeld, Erfolge in verschiedenen Lebensbereichen und die Art, wie wir uns selbst behandeln, tragen entscheidend dazu bei. Auf der anderen Seite ist das Selbstbewusstsein eine aktive Haltung gegenüber den eigenen Fähigkeiten und Talente – es ist das Vertrauen in die eigene Kompetenz, das uns ermöglicht, Risiken einzugehen und neue Herausforderungen anzunehmen. 

Der Selbstwert und das Selbstbewusstsein sind zentrale Aspekte unserer ganzheitlichen Gesundheit. Sie bilden die Grundlage dafür, wie wir uns selbst wahrnehmen, wie wir mit anderen interagieren und wie wir Herausforderungen im Leben begegnen.

Selbstwert bezieht sich auf die innere Überzeugung, dass man wertvoll und gut genug ist, während Selbstbewusstsein das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten beschreibt. Diese beiden Konzepte sind eng miteinander verknüpft. 

Selbstvertrauen ist auch daran beteiligt, Entscheidung treffen zu können und Lebenskrisen und Schicksalsschläge,  die das Leben mit sich bringt, zu bewältigen. 

Vertrauen ins Leben

Auch das Vertrauen ins Leben hat mit unseren Erfahrungen zu tun, die wir während der Zeit im Mutterleib und in der Kindheit gemacht haben. Aber auch mit den Erfahrungen, die unsere Vorfahren über Generationen erlebt haben. Kriegserfahrungen und Verlusterfahrungen sind ein großer Bestandteil der Erfahrungen der Menschheit. Genauso wie Existenzängste – die Angst ums Überleben. 

Diese Erfahrungen sind in unseren Zellen gespeichert und werden so über die Zellinformation über Generationen weiter gegeben. Sie steuern unbewusst unsere Gedanken und unser Handeln im verschiedenen Situationen, vor allem im Stress Situation. Denn da schaltet sich unser Reptiliengehirn ein. Es ist ständig damit beschäftigt, das Leben zu sichern. 

Dem Leben zu vertrauen bedeutet nicht, zu erwarten, dass uns nur noch Schönes und Gutes widerfährt. Vielmehr bedeutet es, dass wir schöne Momente mehr schätzen, aber auch schwierige Situationen annehmen, daraus lernen und daran wachsen.

Mit dem Vertrauen ins Leben, kommt auch die Leichtigkeit. 

In der Abwesenheit von Vertrauen wachsen Ängste und Zweifel. Gehen wir dann an eine Handlung heran, haben wir Vorahnungen und Annahmen, die uns blockieren. Genauso funktioniert es umgekehrt: Gehen wir voller Vertrauen an eine Sache heran, handeln wir anders und haben dadurch auch andere Ergebnisse.

Und auch, wenn es dann einmal nicht so ist wie wir es vielleicht erahnt haben,  fühlt es sich für Menschen mit Vertrauen ins Leben nicht wie Scheitern an. Sie haben dann das Vertrauen, dass es für irgendwas gut war – sei es, dass es uns etwas lehrt oder uns vor einem größeren Fehler schützt. Auch wenn wir es nicht gleich erkennen, können wir uns trotzdem entscheiden zu vertrauen.

 

 Loslassen von Erwartungen & Bewertungen 

“Das Leben passiert für mich” ist einfach zu verstehen, wenn alles gut läuft, aber was ist mit den nicht so schönen Momenten? Ich habe gelernt, dass es im Leben meistens so kommt, wie es für mich bestimmt ist, aber nicht unbedingt, wie ich denke, dass es sein sollte.

Vertrauen hat also viel mit Loslassen zu tun. Loslassen vom Glauben, alles zu wissen. Loslassen von Erwartungen, wie etwas zu sein hat. Loslassen davon, alles sofort und gleich verstehen zu wollen. Denn meistens verstehen wir die Dinge rückwirkend und sehen erst dann, wofür sie gut waren.

 

Es gibt keine Probleme, nur Herausforderungen

Herausforderungen und Rückschläge gehören zum Leben dazu. Wir dürfen uns aber bewusst machen, dass wir uns aber nicht von Hindernissen zurückschrecken lassen sollten. Eine Hausforderung gibt dir den Anlass ins Tun zu kommen, in deine Kraft und in deine Umsetzung. 

 

 

Urvertrauen –  Das bedienungslose Vertrauen in Dich & in das Leben

Das Urvertrauen ist das Vertrauen ins Leben in allen Lebensbereichen, Lebensphasen und bei allen Herausforderungen, die das Leben mit sich bringt. 

 

Vertrauen trotz Enttäuschungen

Natürlich schützt Vertrauen nicht vor Enttäuschung, Verzweiflung, Schmerz und Trauer. Auch Menschen mit Vertrauen ins Leben sehen mal ihre Träume platzen, doch sie lassen sich dadurch nicht von ihrem Vertrauen in sich selbst, in das Gute und in das Leben abbringen. Sie halten an dem Vertrauen fest, denn sie ist der Nährboden dafür, dass aus der Asche wieder etwas Neues, Schönes entstehen kann. Das ist die Voraussetzung dafür, dass das Gute wachsen kann und dass wir es auch erkennen. Mit Vertrauen schaffen wir es, selbst in schwierigen Zeiten nicht aufzugeben und regungslos zu verharren, sondern nach vorne zu schauen.

 

Aber was ist mit Schicksalsschlägen?

Wie sollen wir darauf vertrauen können, dass Schicksalsschläge für uns geschehen, dass in ihnen etwas Gutes liegt?
Ich glaube, für viele ist es immer wieder eine Herausforderung, nicht nur mit den schwierigen Situationen umzugehen, sondern auch weiterhin bedingungslos zu vertrauen. 

 

 Ein paar Tipps um dein Vertrauen zu stärken 

 

  1. Entscheidung bewusst treffen, zu vertrauen: Wir können uns dazu entscheiden, zu vertrauen. Auch wenn wir im ersten Moment vielleicht noch nicht wissen, wie. Trefft die Entscheidung – sie ist der erste Schritt. Wir brauchen nicht darauf zu warten, dass etwas passiert, wenn es nicht aus uns heraus kommt.
  2. Erfahrungen aufarbeiten und gut ins Leben integrieren: Prägende Erfahrungen speichern unser System im Unterbewusstsein und blockiert unsere Lebensenergie. 
  3. Das Leben passiert in Phasen: Die Natur lebt es uns vor: Jahreszeiten, Mondphasen, alles kommt und geht, fügt sich zusammen und fällt wieder auseinander. Versucht anzuerkennen, dass es die verschiedenen Phasen gibt und eben auch die, die nicht von Leichtigkeit und Freude geprägt sind. 
  4. Der Tod gehört zum Leben: Die verschiedenen Phasen gehören dazu, genauso wie der Tod zum Leben gehört. Wir wissen es eigentlich, aber trotzdem tun wir oft so, als würde diese Wahrheit nicht existieren. Hier können wir so viel von anderen Kulturen lernen, in denen der Tod regelrecht gefeiert wird. Es ist also auch hier wieder entscheidend, wie wir damit umgehen. Daher sollten wir anfangen zu integrieren, statt zu ignorieren und auszuschließen. Tod, Krankheit, Trennung, Schmerz gehören dazu.
  5. Zulassen und Annehmen: Das gilt nicht nur für die Situation an sich, sondern auch für die eigenen Gefühle, Gedanken und Empfindungen. Wenn wir sie verdrängen oder in Widerstand gehen, bleiben sie und werden sogar stärker. Nur wenn wir ihnen Raum geben, sie annehmen und zulassen, können sie sich auflösen und gehen.
  6. Ein sicheres Umfeld: Sucht euch Menschen, bei denen ihr euch fallen lassen könnt, die euch Verständnis entgegen bringen, für euch da sind und euch auffangen. Auch für viele ist die Natur ein Raum dafür, das Gefühl zu erfahren, aufgefangen, geborgen zu werden. Viele Klientinnen von mir erfahren diesen Raum in sich selber. In ihren Schoßraum
  7. Der Raum der Geborgenheit und Sicherheit in Dir: Viele Klientinnen von mir erfahren diesen Raum in sich selber. In ihren Schoßraum
  8. Festigt das Vertrauen: Durch Wiederholung und Regelmäßigkeit können wir ein starkes Vertrauen in uns und in unser Leben entwickeln. Je gefestigter es ist, desto besser können wir mit Schicksalsschlägen umgehen. Wir können es im Kleinen trainieren und durch Achtsamkeit und Bewusstsein immer wieder unsere Perspektive auf die Dinge ändern und unsere Realität selbst erschaffen. Es dient also nicht nur in schwierigen Zeiten, sondern bereichert jeden Aspekt unseres Lebens.